
Das KDE-Team hat es bekanntermaßen ja mit dem Sprung von der 3er Reihe zur 4er Reihe in kurzer Zeit geschafft, von der besten grafischen Öberfläche für Linux zur Schlechtesten zu werden, und damit dem gesamten Linux Projekt schweren Schaden zuzufügen. Da klingt das KDE-Motto: "KDE – Frei sein!" wie Hohn. Deswegen also bräuchte man über KDE nicht mehr viele Worte zu verlieren, (ade KDE, die 9 Jahre, als alles funktionierte, waren schön) wären da nicht einige noch immer brauchbare KDE-Programme.
Krusader 2.0.0 "Mars Pathfinder"
Fast alle KDE-Programme scheinen von der KDE-Krankheit betroffen zu sein, so auch der immer noch amtierende König der Linux-Dateimanager, der Krusader. Leider aber wird auch dieser von Version zu Version immer schlechter. Als FTP-Programm ist er überhaupt nicht mehr verwendbar, arbeitet man mit Krusader online, wird die Verbindung nach zwei bis drei Minuten getrennt, was dazu führt, dass man 15-20 Mal pro Stunde Nutzername und Passwort erneut eingeben muß. Einstellmöglichkeiten gibt es keine, jedenfalls hab ich keine gefunden, auch nicht in den Config's.
Da sind die völlig überflüssigen und zeitraubenden Vorschaubilder beim kopieren und überschreiben ja noch harmlos, weil nur lästig. Schlimmer ist schon, dass er seit drei oder vier Versionen nicht mehr richtig aktualisieren kann, gelöschte Dateien werden oft trotzdem immer noch angezeigt. Das zeigt eine enge Nähe zum Experimental-Fenstermanager KDE 4.x. Auch sonst wird in den Krusader immer mehr Schnickschnack eingebaut, den zwar kein Mensch braucht, wohl aber dem Ego der Entwickler schmeichelt. Irgendwie geht es darum:
MAN KANN EIN PERFEKTES PROGRAMM NICHT BELIEBIG IMMER WEITER OPTIMIEREN - ODER ES WIRD WIEDER SCHLECHTER! - STICHWORT: ÜBEROPTIMIERUNG
Beim Kopieren von Verzeichnissen beherrscht Krusader im Übrigen immer noch nicht die Funktion seines Windows-Vorbildes, des Total Commanders, nur ältere Dateien zu überschreiben. Vorschaubildchen sind ja auch wichtiger.
Sehr gut am Krusader ist aber immer noch der verbliebene Rest, Packer, Einstellmöglichkeiten für externe Programme usw., vor allem aber das Aktionsmenü. Wenn ich ehrlich bin, ist dieses der wirkliche Grund, weshalb nicht das komplette KDE samt Krusader von meiner Festplatte gewischt wurde. Hier lassen sich Kommandozeilenprogramme samt Parameter mit Dateien und Verzeichnissen ausführen!

Ein Ende der Brauchbarkeit des Krusaders ist aber in Sicht. Denn ich glaube nicht, dass dessen Entwickler den einmal eingeschlagenen Weg zu den Sternen und Planeten verlassen werden, und den Krusader weiterhin mit immer weniger Stabilität, Funktionalität und Übersicht, dafür aber mit immer mehr bunten Bildchen, aufpoppenden Statusmeldungen und sonstigem Firlefanz ausstatten. Dabei sind die Alternativen rar. Auch, weil es so viele gibt, und das ist kein Widerspruch. Tux-Commander, Gnome-Commander, Mu-Commander, XFE-Commander, XNC, Worker, emelfm, emelfm2 und File-Runner haben noch längst nicht das Niveau des Krusaders zu seinen vergangenen besten Zeiten erreicht. Anstatt sich auf eine Alternative zu konzentrieren, werkelt jeder vor sich hin, teilweise, wie der Tux-Commander, als Ein-Mann-Show. Von diesen Windows-Explorer-Clonen wie Nautilus, Thunar, PCManFileManager usw. will ich gar nicht reden, mit diesen Krücken mag sich herumärgen, wer lustig ist. Das meiste Potential hat allerdings emelfm, finde ich, auch wenn die Knopfbedienung viel zu umständlich ist.
Ich will nicht hoffen, dass ich eines Tages mit einem Windows-Dateimanager mein Linuxsystem handeln muß...
Die KDE-Konsole ist immer noch das beste Terminal, Kquickshow der beste Bildbetrachter und K3B ein sehr gutes Brennprogramm. KDiff überzeugt noch immer - der Rest? Ab in den Müll!
Klare Sache, LXDE ist voll an die eigenen Bedürfnisse anpassbar, das Startmenü des voreingestellten Fenstermanagers Openbox ist relativ einfach über eine xml-Datei zu konfigurieren. Zwar ist das Startmenü bei keinem mir bekannten Linux-Fenstermanager so genial einfach zu handhaben wie unter Windows (vermutlich bewusst, denn: Alles, bloß nicht so ähnlich wie bei Microsoft), das diese Dinge mit schlichten Verknüpfungen regelt (10 Minuten und ein komplexes und an die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse angepaßtes Startmenü mit Dutzenden von Einträgen ist erstellt). Jedoch kann man beim Openbox-Startmenü, so man es bei LXDE denn einschaltet, über Scripte oder teilweise sogar direkt, die Programmeinträge (auch Kommandozeilenprogramme) mit Parametern hervorragend an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das ist immer noch wesentlich einfacher, als einzelne Desktop-Dateien zu editieren um dort die richtigen Zuordnungen zu setzen. Ich jedenfalls werde bei diesem Duo, LXDE/Openbox bleiben, selbst bei dem unwahrscheinlichen Fall, dass die KDE'ler eines Tages ein Einsehen hätten, oder, und das ist sehr viel wahrscheinlicher, der Razor-qt Desktop Manager" seine zuverlässige Versionsnummer 1.0 erreicht!

Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Distributionen ist, bei Mandriva jedenfalls habe ich es die letzten 11 Jahre kein einziges Mal erlebt, dass eine Aktualisierung geklappt hätte. Der Drucker ließ sich diesmal nicht ansprechen, Libre-Office wurde bei jedem Browseraufruf mitgestartet, der Scanner wurde angewiesen ohne die erforderliche Vorwärmzeit zu scannen, was ihn fast ruinierte (ein altes Epson-Scanner Problem), uswusf. Nach zwei Wochen hatte ich dann das meiste im Griff... Aktuell ist das größte Problem, dass ich zwar eine W-LAN Verbindung ins Internet habe, sich der Networkmanager aber weigert, diese Verbindung zu akzeptieren. Ist etwa das autom. Bugreport-Tool oder die Online-Aktualisierung eingeschaltet, meckern die Programme während ich im Internet surfe herum, ich hätte keine Netzverbindung und solle diese einrichten. :)
Mindestens 50 Mal habe ich mittlerweile die Netzverbindung gelöscht und neu eingerichtet. Schalte ich die "Kontrolle durch den Netzwerkmanager" in den Optionen der Netzverbindung an, kommt gar keine Verbindung zustande. Aber selbst wenn gar keine Netzverbindung eingerichtet, d.h., alle gelöscht sind, zeigt mir das Netzwerkcenter im MCC, nach einiger Bedenkzeit, lustig wieder die zuvor gelöschte Verbindung an, ohne aber verbinden zu können denn das geht ja nur mit ausgeschaltenem Manager. Und das selbst bei händisch gelöschten Konfigurationsdateien in /etc/sysconfig/network-scripts/wireless.d/. Mehrmals also das ganze Netzwerkzeug deinstalliert, in /etc alles gelöscht, neu installiert, nützt nix!- Ich hab's aufgegeben, surfe ich halt ohne Netzwerkmanager-Kontrolle!
Seit der Umstellung des X-Servers von XFree86 auf XORG vor etlichen Jahren besteht das Problem, dass, wenn man in anderen Anwendungen etwas kopiert und in ein Fenster, bspw. ein Editor, zurück wechselt und will das Kopierte mit der mittleren Maustaste einfügen, der Editor wild drei bis 4 Male mehrere Zeilen auf und ab springt, teilweise sogar erst nach einigen Sekunden Verzögerung. Schon sehr oft schon passierte es mir deshalb, dass das Kopierte an der falschen Stelle eingefügt wurde. Das Problem tritt übrigens nicht nur bei meiner aktuellen Maschine auf, so dass es etwa an meiner Grafikkarte liegen könnte, nein, bei allen meinen vier oder fünf PC's der letzten Jahre, mit Grafikkarten verschiedener Hersteller, trat das Problem auf! Vielleicht liegt das aber auch gar nicht am XServer, sondern am Zwischenablage-Manager - wer weiß das schon...?
Ist mein jedenfalls letztes Mandriva, die nächste Distri heißt Debian, vor allem, weil Mandriva jetzt voll auf KDE setzt, und empfehlen kann ich Mandriva Linux mit gutem Gewissen damit eh niemandem mehr...
Unter Mandriva kann man übrigens bei einer beschädigten RPM-Datenbank, welche sich weder mit dem MCC noch den rpm-Befehlen im Terminal wieder zum Leben erwecken lässt, versuchen (auf eigene Gefahr!), mit:
"db51_recover -vh /var/lib/rpm"
die Datenbank zu reparieren. Bei mir hat's geklappt!

Dateien unter Linux sicher löschen
Artikel "Daten sicher löschen" von pro-linux.de: "Die Hauptaufgabe eines Systemadministrators sind Schutz und Verfügbarmachung von Daten. Doch Daten müssen teilweise wieder sicher vernichtet werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn alte Rechner oder Datenträger ausgesondert werden oder gesetzliche Aufbewahrungsfristen überschritten..."
Desktop Entry Specification
"Both the KDE and GNOME desktop environments have adopted a similar format for "desktop entries", or configuration files describing how a particular program is to be launched, how it appears in menus, etc." Auch so ein Reizthema für mich!
Devil's Pie documentation
Gutes Programm zur Einstellung einzelner Fenster oder auch Fenstergruppen. Sehr nützlich um z.B. Kommandozeilenprogramme beim Autostart minimal oder sogar versteckt zu starten oder bspw. an bestimmten Stellen des Desktops zu platzieren.
Sniffing with Wireshark as a Non-Root User
Als ich mich vor einiger Zeit mal näher mit dem Sniffer Wireshark beschäftigt habe, stellte ich fest, dass im Internet immer wieder mal der Ratschlag gegeben wurde, Wireshark als ROOT zu starten! Eine sehr schlechte Idee! Deshalb hier nochmal diesen Link gesetzt: WIRESHARK CONTAINS OVER ONE POINT FIVE MILLION LINES OF SOURCE CODE. DO NOT RUN THEM AS ROOT.
Der MPlayer ist natürlich jedem Linuxer bekannt, einigen jedoch nur in der Form von "KMplayer" oder "Gnome MPlayer" usw. Ich bevorzuge oft den reinen MPlayer in der Konsole. Zum Beispiel lasse ich mich statt von Systemklängen durch einen Radiosender beim Linuxstart begrüßen (hier leistet z. B. "Devil's Pie" gute Dienste). Auch TV-Sender wähle ich oft direkt im Terminal über das Openbox-Startmenü an. Die größte Schwierigkeit dabei ist aber, die Stream-Adressen der Sender herauszubekommen. Deshalb hier einige meiner (regional gefärbten) Beispiele, auch wenn diese Adressen oft wechseln:
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NDR