Einige Programme die mir fehlen
Die hier gelisteten Programme sind
leider nicht bei allen Distributionen dabei. Speziell bei dem von
mir seit etwa 8 Jahren verwendeten Mandriva und kürzlich in der Version
"Spring 2008.1" neu
installierten Version fehlen sie (auf 3 CD's, mein erstes Update
seit 2005).
An erster Stelle steht der "
Krusader". Null Ahnung wie Linuxer ohne diesen
NC-Clone Dateimanager zurecht kommen können. Konqueror oder
Nautilus sind doch in Punkto Dateimanagment die gleichen
umständlich zu bedienenden Krücken wie der Windows-Explorer, auch
wenn es ein Ansichtsprofil namens "Midnight Commander" gibt. Der
originale
Midnight-Commander ist zwar ein sehr guter
Dateimanager, aber eben doch eher für die Konsole gedacht. Wie auch
immer gilt: Herr Norton's Geistesblitz aus den 80'ern ist halt
nicht zu toppen, nur konnte man ihn etwas modernisieren! Der
eingebaute Editor taugt allerdings trotz seiner Schnelligkeit genau
so wenig wie z. B. Kate. Kodierungen bei HTML (etwa: utf-8) können
nur global angegeben werden und wer denkt schon jedes Mal an die
Umstellung. Doch kann man den Editor ja einstellen, ich habe statt
des internen den Editor GEdit eingestellt, für den das speichern
und öffnen in der von der Datei selbst angegebenen Kodierung kein
Problem darstellt.
Besonders störend war für mich natürlich das Fehlen sämtlicher
Tools zur Webentwicklung bei der CD-Version von Mandriva 2008.1,
besonders als sich herausstellte, daß der KompoZer, den ich
heruntergeladen hatte, bei PHP Mist baut. Ergo
Bluefish gesucht und
installiert. Aber, oh Schreck, der blaue Fisch hat irgendetwas
verstellt, denn die php-Dateien ließen sich in keinem Browser mehr
öffnen, trotz richtiger MIME - Zuordnung. Die Deinstallation behob
das Problem, und jetzt fiel mir die Adresse ein, die Mandriva bei
der Updateüberprüfung vorschlug. Auf diesem
FTP-Server liegen alle Mandrivapakete und so war es leicht, die
Kdewebdev zu installieren, dieses Paket enthält den Editor Quanta.
(Der später getestete Editor "Screem" verursachte übrigens
das gleiche Problem wie bluefish). Nach diesen Erfahrungen
kann ich von der CD-Version nur abraten und empfehle die
DVD-Version, denn auch der Kompozer liegt in einem Mandriva-Paket
vor. Eine erneute Installation mit meiner speziellen
Distributionsversion des KompoZer behob dessen PHP-Problem.
Für Analog-Surfer wie mich sind "Least Cost Router", also
Einwahlprogramme a' la "Web Smart Surfer" unerlässlich.
Bongosurfer und
qlcr
benutzen die gleiche Tarifliste. Eine Alternative ist Oleco's
slylcr, die
dortigen Tarife waren allerdings zeitweise auf drei oder so
geschrumpft, sind aber in letzter Zeit wieder etwas angewachsen,
weshalb er hier wieder gelistet wird. Beim Bongosurfer hatte
ich nie irgendwelche Probleme mit Tariflisten, jedoch klappte in
älteren Versionen teilweise das Update nicht und die Tarifdatei war
hin. Jedoch liegt unter .bongosurfer im homeverzeichnis ein backup.
Die Hilfe für das als root auszuführende "bongosetup" könnte etwas
besser sein. Kein Wort in der Beschreibung nach dem Start des
bongosetup, daß unter Mandriva erst eine Gruppe "sudoers" angelegt
werden muß, der oder die Benutzer dieser Gruppe zugeordnet werden
müssen (diese müssen außerdem in der Gruppe "dialout" sein) und in
der Datei /etc/sudoers mit dem Befehl "visudo" (ein spezieller vi -
extrem benutzerfreundlich! [ESC] + [:help] + [enter] für
Hilfe, [Einfg] für Editiermodus, [ESC] + [:wq] + [enter] speichert
die Datei]) die Einträge:
%dialout ALL=/usr/sbin/pppd
%dialout ALL=/usr/sbin/ntpdate
%dialout ALL=/sbin/hwclock
(wenigstens warnt visudo bei Ungültigkeit) vorgenommen werden
müssen, wenn der Zeitabgleich und der Start von pppd funktionieren
soll. Von der Alternative "2" (suid-bit setzen) ist abzuraten und
nur User die das mit sudo nicht in den Griff bekommen, sollten
diese zweite bongosetup-Variante wählen.
Suchen und ersetzen von Text in mehreren Dateien und ganzen
Verzeichnisbäumen ist auch so ein Linuxthema. Sed heißt hier die
Linuxlösung, doch obwohl ich sonst keine allzugroße Scheu vor
Kommandozeilenprogrammen habe, mit sed läßt sich die Arbeit von
Jahren ganz leicht ins Nirvana beförden, wenn man zum Bsp. das
falsche Verzeichnis mit falschen Parametern angibt. Alternativen
sind
Turma und
SandR, jedes mit seinen Tücken, weshalb
unbedingt mit Sicherungen gearbeitet werden muß! Das betagte Turma
ließ sich mit Mandriva 2008.1 nicht mehr installieren. Wohingegen
das Java-Programm SandR einfach zu starten ist, aber die
unangenehme Eigenschaft hat, bestimmte HMTL-Dateien auf Dateigröße
0 Byte zu bringen. Die Verzeichnisse müssen also hinterher auf
solche Dateieigenschaften durchsucht werden. Und, SandR verstellt
das Datum aller Dateien der angegebenen Suffix in den
Verzeichnissen, ob geändert oder nicht, so daß durch das
Dateidatum keine schnelle Kontrolle möglich ist! Eine
Alternative ist vielleicht, man arbeitet sich in den GTK-Emacs
ein...
Regexxer kann zwar rekursiv Text suchen und ersetzen,
ist absolut stabil und arbeitet ohne Fehler, versagt aber manchmal
bei längeren Suchstrings über mehrere Zeilen bei HTML-Seiten, aber
das tun auch die Windowsprogramme. Zu diesem Thema siehe auch die
Rubrik "Windows". +++ Ganz neu entdeckt, auf dem Mandriva-Server
lag auch KFileReplace - mal sehen was das Tool so alles kann!
Kdiff3 ist natürlich auch nicht bei Mandrake 2008.1 (Spring)
mit dabei. Wozu auch, es gibt ja diff, ein GUI-Tool ist anscheinend
sowieso nur etwas für Warmduscher! (Kdiff kann, wie etliche andere
Programme, z. B. Krename, in den Krusader integriert werden.)
Optipng optimiert die Dateigröße einer PNG-Grafik.
Verkleinerung, je nach Grafik, 0,1% bis 20%.
PosteRazor schneidet ein Bild in Stücke, welche
ausgedruckt und zu einem Poster zusammengefügt werden können.
Krename, ein
wichtiges und einfach zu handhabendes Hilfsmittel zur
Dateiumbenennung in Verzeichnisbäumen, fehlt bei Mandriva seit eh
und je. Es ist mir noch nicht gelungen, es erneut in MDK 2008.1 zu
installieren. Auch auf dem ftp-Server habe ich es nicht
gefunden.
Das wunderschöne
xplanet, eine zeitsynchrone Darstellung der sich
drehenden Erde, zum Beispiel für den KDE-Desktophintergrund, muß
auch jedesmal aus externen Quellen nachinstalliert
werden. Download unter
http://rpmfind.net (rpm) für Mandriva 2008.1 (Suchen
mit der Suchmaske, diese Download-Adresse ist übrigens alten
Pinguinen wohlbekannt, dort wird man öfter bei der RPM-Suche
fündig).
Screenshot[- Weil's so schön ist: KDE
Xplanet-Hintergrund am 5.Juli um 1:30, exakt zentriert über meinem
Haus :-)]
Httrack, ein
sehr gutes Programm um ganze Webseiten auf die eigene Festplatte zu
spiegeln und welches übrigens auch für Windows zu haben ist, ist
natürlich auch nicht dabei.
Allgemeines
Unter linmodems.org finden sich Treiber für viele problematische
sogenannte
Win-Modems unter Linux, falls
dieses nicht ansprechbar ist. Meist billigster PCI- oder
USB-Schrott, welche von den Herstellern als reine analoge
Windows-Modems konzipiert wurden. Nach einigem Probieren bekommt
man sie mit Hilfe dieser Seite aber meist zum funktionieren.
Einen guten Gesamtüberblick über Linux bietet die
Seite
Linux Links.
Bei Analogem Anschluß empfiehlt es sich, eine Distribution auf
DVD/CD zu kaufen. Zum Beispiel für relativ wenig Geld bei
liniso.
Eine weitere Adresse für KDE-Programme welche ich ab und an benutze
ist
kde-apps.org
sourceforge.net "The world's largest development and
download repository of Open Source code and applications"
Die Linux
HOWTOs Schritt-für Schritt-Anleitungen für Linux (HOWTO's),
teilweise in deutsch.
Meckerecke eines Linux-Users
Ich möchte, bevor ich sterbe, noch
einmal erleben, daß eine
Linux-Aktualisierung mit einer neuen Distributionsversion auch
100%-ig klappt! Stets ist eine Neuinstallation fällig, eine
Aktualisierung ist verschwendete Zeit. Neulingen mit Linux sei
gesagt, daß es nicht nur ratsam, sondern unerlässlich notwendig
ist, das "/home" Verzeichnis in eine eigene Partition zu legen! Nur
so bleiben die persönlichen Dateien, falls man wieder die gleichen
Benutzer erstellt, erhalten und der Desktop erscheint nach einer
Neuinstallierung mit der neuen Distribution mit den gewohnten
Einstellungen. Sogar der Menüpunkt "Zuletzt geladene Dateien..."
funktioniert natürlich. Leider müssen alle compilierten Programme
nach einer Neuinstallation wieder installiert werden, wobei wegen
der neuen Bibliotheken manche in neuer Version heruntergeladen
werden müssen. Um deren Einstellungen zu erhalten, muß vorher ein
Backup der entsprechenden Einstellungsdatei (meist *.conf) aus
"/etc/***/" erstellt werden (Bsp. /etc/awstats/homepage.conf -
Und denkt auch an den User "root"!).
KDE ist die GUI meiner Wahl, doch würde ich sofort zu einer
anderen GUI wechseln, wenn deren Startmenü so einfach zu verwalten
wäre wie dasjenige von Microsoft's Windows. Dort wird einfach eine
Verknüpfung in den entsprechenden oder einen neuerstellten Ordner
geworfen und fertig! Ja, ja, nicht alles aus Redmond ist schlecht.
Bei manchen Linux GUI's muß die .conf für so etwas sogar von Hand
editiert werden und auch das Startmenü von KDE ist total
umständlich zu handhaben - wieso denn bloß?